Eine Wildblumenwiese in voller Blüte
Eine Wild­blu­men­wie­se als Bienenweide

Wir wer­den wie­der für Bie­nen aktiv! Durch Coro­na ist es ein­fach schon fast zwei Jah­re her: 2020 haben wir in einem Vor­trag zum The­ma „Wild­bie­nen im Klein­gar­ten“ theo­re­ti­sches Wis­sen in einer Bochu­mer Klein­gar­ten­an­la­ge ver­mit­telt. Die Teil­nah­me war kos­ten­los, aller­dings auf­grund der Pan­de­mie in der Teil­neh­mer­zahl begrenzt. Aber so kön­nen wir jetzt zumin­dest sagen, wir waren „aus­ge­bucht“ 😉.

Ziel der Akti­on „1 Qua­drat­me­ter gegen das Ver­hun­gern“ ist es, dass mög­lichst vie­le Klein­gärt­ner Bie­nen­wei­den anle­gen. Des­halb haben wir uns etwas über­legt: Die Kleingärtner*innen kön­nen sich im März, wenn das Was­ser ange­stellt wird, kos­ten­los 1 Qua­drat­me­ter Saat­gut abho­len.  Die­ses Saat­gut beinhal­tet ein­hei­mi­sche Pflan­zen, die auf unse­re Regi­on abge­stimmt ist. Die Blu­men­mi­schung ent­hält sowohl ein­jäh­ri­ge als auch mehr­jäh­ri­ge Arten, damit die Bie­nen­wei­de vie­le Jah­re Nah­rung für Wild­bie­nen bietet.

Warum verschenken wir Saatgut?

Vie­le Men­schen wol­len Wild­bie­nen hel­fen, ver­ges­sen aber dabei, dass Nist­hil­fen nicht aus­rei­chen. Nur, wenn das Nah­rungs­an­ge­bot stimmt, kön­nen die fast 600 Wild­bie­nen­ar­ten in Deutsch­land über­le­ben. Wild­bie­nen sind zum Teil hoch spe­zia­li­siert. Das bedeu­tet, dass sie nur weni­ge, manch­mal sogar nur eine ein­zi­ge, bestimm­te Pflan­zen­art brau­chen, um zu über­le­ben (ihr kennt das viel­leicht vom Koa­la­bär, der Euka­lyp­tus-Fan ist). Aber selbst, wenn man an den Bedarf an Nek­tar und Pol­len denkt, lau­ern über­all Fal­len: In gekauf­ten Wild­blu­men­mi­schun­gen sind oft bil­li­ge Samen ver­mischt, die nicht ein­hei­misch sind. Das führt dazu, dass die Wild­bie­nen nichts mit ihnen anfan­gen können.

Das Nah­rungs­an­ge­bot für Wild­bie­nen soll­te von März bis Sep­tem­ber gege­ben sein, damit auch mög­lichst vie­le Wild­bie­nen-Arten etwas vom reich­ge­deck­ten Tisch haben. Ein­hei­mi­sche Früh­blü­her fin­det man zum Glück recht häu­fig in den Klein­gär­ten. Für Insek­ten wert­vol­le Klee-Arten wer­den lei­der häu­fig nicht gedul­det. Um für die Kleingärtner*innen einen Anreiz zu schaf­fen, schen­ken wir jeder Par­zel­le 1 Qua­drat­me­ter Bie­nen­wei­de. Wenn in allen Gär­ten der Klein­gar­ten­an­la­ge die­ses Ange­bot genutzt wird, ent­stün­de so eine fast 100 Qua­drat­me­ter gro­ße Fläche.

Los geht‘s: Ende März wird im ers­ten Bochu­mer Klein­gar­ten Saat­gut ver­schenkt, wir packen schon flei­ßig. Ein Klein­gar­ten in Her­ne ist der nächs­te. Hof­fent­lich kom­men noch vie­le Gar­ten­an­la­gen dazu!

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